Warum hier die Zufahrt zuerst geklärt wird und nicht die Menge
Liebenwalde ist eine kleine Stadt mit einem großen Gebiet. Zu ihr gehören fünf Ortsteile und einundzwanzig benannte Wohnplätze, von Bergemannhof und Sperberhof über Ausbau am See bis Sandberge und Walterhof. Viele dieser Adressen haben keine Hausnummer an einer durchgehenden Straße, sondern einen Weg, den man beschreiben muss. Ein Kartendienst kennt den Namen, aber nicht die Einfahrt und schon gar nicht den Belag der letzten fünfhundert Meter.
Deshalb fragen wir bei jeder Anfrage zuerst nach dem Weg: Wo zweigt er von der Landstraße ab, wie breit ist die Einfahrt, wo kann ein Wagen von über sieben Metern halten und wenden. Diese Fragen kosten am Telefon zwei Minuten. Werden sie nicht gestellt, kosten sie am Umzugstag eine Stunde, weil rangiert oder umgeladen werden muss.
Der zweite Punkt ist das Wasser. Die Stadt liegt in der Zehdenick-Spandauer Havelniederung, umgeben von Voßkanal, Langem Trödel, Oder-Havel-Kanal und Havel. Brücken gibt es nicht überall dort, wo man sie erwartet, und zwei Grundstücke, die auf der Karte nah beieinanderliegen, können über die Straße doppelt so weit auseinanderliegen. Wir rechnen deshalb mit gemessenen Straßenkilometern statt mit Luftlinien.