Ein Koloniedorf aus dem Jahr 1659 und seine Hofstellen
Nachdem das Sumpfgebiet trockengelegt worden war, bauten ab 1659 klevisch-niederländische Zuwanderer die Siedlung auf. Angelegt wurde sie nicht als geschlossenes Dorf, sondern als Reihe einzelner Höfe. 1860 bestand das Koloniedorf aus 54 Gehöften und 58 Wohngebäuden, und auch 1931 waren es noch dieselben 58 Gehöfte. Wer heute hier umzieht, zieht deshalb selten aus einer Wohnung an einer Straße aus. Meist geht es um ein Haus mit Hof und um alles, was darauf steht.
Für die Planung ist das der Unterschied zwischen einem Umzug und einer Hofräumung. Auf einer solchen Stelle stehen neben dem Wohnhaus meist Scheune, Stall, ein Nebengelass und ein Dachboden voller Dinge, die seit Jahrzehnten dort liegen. Wir messen jedes Gebäude getrennt auf, weil sich sonst weder die Kubikmeter noch die Zeit zuordnen lassen und der Umzugstag am Nachmittag aus dem Zeitplan läuft. Die halbe Stunde beim Aufmaß spart später oft zwei.
Bergemannhof, Sperberhof und die Adressen dazwischen
Auf der Gemarkung liegen die Wohnplätze Bergemannhof, Sperberhof und Walterhof sowie weitere einzeln stehende Gehöfte. Diese Namen stehen auf keinem Straßenschild an einer durchgehenden Straße. Sie bezeichnen eine Handvoll Gebäude am Ende eines Stichwegs. Deshalb beginnt jede Anfrage von hier mit einer Wegbeschreibung: Wo zweigt der Weg ab, wie lang ist er, und trägt er ein beladenes Fahrzeug. Erst danach sprechen wir über Kubikmeter, Kartons und den passenden Wagen.
Der Ortsteil grenzt an Liebenberg und Falkenthal im Löwenberger Land, an Klein-Mutz und Krewelin bei Zehdenick, an Malz und an Freienhagen. Diese Nachbarschaft erklärt, warum viele Umzüge von hier über die Gemeindegrenze gehen, ohne dass sich die Fahrtdauer nennenswert ändert. Gerechnet wird bei uns in Straßenkilometern, nicht in Luftlinien, und für Ziele im Kreis Oberhavel ändert die Grenze am Betrag nichts. Was sich ändert, ist allenfalls die Behörde, bei der Sie sich anmelden.
- Bergemannhof, Sperberhof und Walterhof gehören zur Gemarkung Neuholland
- Dazu kommen weitere einzeln stehende Gehöfte ohne durchgehenden Straßennamen
- 1860 zählte das Koloniedorf 54 Gehöfte und 58 Wohngebäude
- 1931 waren es noch dieselben 58 Gehöfte
- Fünf Baudenkmale stehen im Ortsteil, darunter die Dorfkirche von 1710
Alte Bausubstanz und was das für die Arbeit ändert
Fünf Baudenkmale sind für Neuholland verzeichnet: ein Bauernhaus am Liebenberger Damm, die Dorfkirche, ein Käsetrockenhaus an der Nassenheider Chaussee, ein Kachelofen und ein Backhaus am Zehdenicker Damm. Die Dorfkirche ist ein quadratischer Putzbau von 1710 mit einem Dachturm in der Dachmitte; sie brannte 1945 aus und wurde 1955/56 vereinfacht wieder aufgebaut. Wer hier wohnt, wohnt oft in Bausubstanz, die älter ist als jede Umzugsdecke. Das ändert unsere Arbeitsweise, nicht den Preis.
Praktisch heißt das: schmale Türlaibungen, gewendelte Treppen mit ausgetretenen Stufen, Dielen, die jede Sackkarre spüren. Wir arbeiten dort langsamer und mit mehr Schutz, statt schneller und mit mehr Kraft. Ein Schrank, der nicht durch die Tür geht, wird zerlegt und die Zerlegung im Auftrag vermerkt, damit am Zielort niemand rätselt, welches Brett wohin gehört. Beschläge kommen in einen beschrifteten Beutel, der am Möbelstück bleibt, statt in einer Sammelkiste zu verschwinden.
- Wir fragen ab, ob am Haus oder an einem Nebengebäude Denkmalschutz besteht
- Türlaibungen, Treppenkanten und Dielen werden vor dem ersten Gang abgedeckt
- Schwere Stücke gehen zerlegt statt gekippt durch enge Flure
- Was zerlegt wird, wird beschriftet und mit dem Beschlagbeutel zusammengehalten
- Nach dem Ausräumen gehen wir jedes Gebäude noch einmal gemeinsam ab
Warum die Reihenfolge auf dem Hof über den Tag entscheidet
Auf einer Hofstelle wird nicht ein Gebäude nach dem anderen geleert, sondern nach Gewicht und Empfindlichkeit sortiert. Zuerst geht, was schwer und unempfindlich ist, weil es unten in den Wagen gehört. Danach folgen Möbel, zuletzt Kartons und alles, was oben liegen soll. Wird diese Reihenfolge umgedreht, muss am Zielort umgestapelt werden, und das kostet eine Stunde, die niemand eingeplant hat. Deshalb legen wir die Ladefolge vor dem ersten Gang fest und nicht zwischendurch.
Deshalb legen wir beim Aufmaß fest, welches Gebäude wann an der Reihe ist, und markieren, was mitkommt und was zur Entsorgung geht. Bei Hofräumungen ist diese Trennung der wichtigste Punkt überhaupt. Alles, was doppelt bewegt wird, wird doppelt bezahlt, und genau das lässt sich mit einer halben Stunde Vorbereitung vermeiden. Wir markieren beim Rundgang, was in den Wagen geht, was in die Entsorgung und was auf dem Hof bleibt. Diese Markierung ist am Umzugstag die eigentliche Arbeitsanweisung.
Was Anfahrt und Angebot betrifft
Die Sätze für Zeit, Festpreis, Lager und Packmittel stehen vollständig auf der Seite /preise. Bei einer Hofstelle rechnen wir das Wohnhaus meist als Festpreis nach Zimmerzahl und die Nebengebäude nach Kubikmetern oder nach Zeit, weil die Mengen dort stark schwanken. Was in welche Zeile gehört, entscheidet das Aufmaß und nicht ein Erfahrungswert. Sie sehen im Angebot getrennt, was das Wohnhaus kostet und was die Nebengebäude kosten, und können einzelne Zeilen streichen.
Für Ziele im Landkreis Oberhavel und in den angrenzenden Gemeinden des Barnim stellen wir keine getrennte Anfahrt in Rechnung. Liegt ein Ziel weiter draußen, steht der Anfahrtsbetrag vorab im Angebot.
Was auf einer Hofstelle in welchem Gebäude steht
| Gebäude | Was dort erfahrungsgemäß lagert | Wie wir es abrechnen |
|---|---|---|
| Wohnhaus | Möbel, Kartons, Küchenzeile | Festpreis nach Zimmerzahl |
| Scheune | Sperriges, Bauholz, ausrangierte Möbel | Nach Kubikmeter, eigene Zeile |
| Stall oder Remise | Werkzeug, Maschinen, Reifen | Nach Zeit, zwei Kräfte |
| Dachboden | Kisten, Koffer, Restbestände | Nach Zeit, wegen der Treppe |
| Keller | Eingemachtes, Farben, Fahrräder | Nach Zeit, Entsorgung getrennt |
| Backhaus oder Nebengelass | Gartengerät, Brennholz | Nach Kubikmeter |
| Jedes Gebäude wird beim Aufmaß einzeln aufgenommen. Was am Ende im Angebot steht, ergibt sich aus dieser Aufstellung und nicht aus einer Schätzung am Telefon. In allen Beträgen steckt die Mehrwertsteuer. Was nach dem Aufmaß im Angebot steht, gilt bis zur Rechnung. | ||