Ausfallzeit ist die Größe, die wirklich zählt
Ein Betrieb, der zwei Tage nicht arbeitet, verliert mehr als den Umzugspreis. Deshalb ist die erste Frage beim Aufmaß nicht, wie viele Kubikmeter zu bewegen sind, sondern welcher Arbeitsplatz am neuen Ort zuerst wieder besetzt sein muss. Danach richtet sich alles Weitere: die Reihenfolge des Abbaus, die Aufteilung auf die Fahrten und die Frage, ob ein zweiter Wagen sinnvoller ist als zwei Wege mit einem.
Wir sind Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr erreichbar und arbeiten in diesem Rahmen. Wenn Ihr Betrieb Kundenverkehr hat, legen wir das Beladen an die Ränder dieses Fensters, also möglichst früh am Vormittag oder in die letzten Stunden. Der Rest der Öffnungszeit bleibt dann nutzbar, weil nicht mitten im Kundenbereich getragen wird. Was sich nicht verschieben lässt, sagen wir vorher, statt es am Termin zu versuchen.
Akten, Rechner und alles, was Daten trägt
Aktenordner gehören in verschließbare Behälter, nicht in offene Kartons. Wir nummerieren die Behälter, nehmen den Inhalt in einer Liste auf und übergeben am Zielort gegen dieselbe Liste. Wer mit Personalakten, Patientenunterlagen oder Mandantenakten arbeitet, braucht diesen Nachweis ohnehin. Für den Transport heißt es außerdem: Ordner liegen flach und werden nicht gestapelt, bis der Behälter sich verformt. Ein voller Behälter wiegt schnell über zwanzig Kilogramm und wird deshalb einzeln getragen.
Rechner, Bildschirme und Netzwerktechnik werden einzeln verpackt, kabelseitig beschriftet und getrennt von schweren Möbeln geladen. Wir bauen keine Server ab und schließen keine Netzwerke an; das macht Ihr IT-Dienstleister, und wir stimmen den Zeitpunkt mit ihm ab. Was wir übernehmen, ist der sichere Weg dazwischen, inklusive Zwischenlagerung, wenn die neuen Räume noch nicht fertig sind. Für diese Zwischenzeit gilt dieselbe Nummerierung wie für den Rest der Ausstattung.
- Aktenbehälter verschlossen, nummeriert und gegen Liste übergeben
- Bildschirme stehend, in Polster, nie unter anderer Ladung
- Kabel je Arbeitsplatz gebündelt und mit derselben Nummer versehen
- Schlüssel, Kassen und Bargeld reisen bei Ihnen, nicht im Wagen
Werkstatt, Materiallager und Ladeneinrichtung
In einer Werkstatt liegt die Arbeit weniger in den Maschinen als im Kleinteillager. Schrauben, Beschläge, Halbzeug und Werkzeug füllen Regale, die niemand sortiert, solange sie stehen. Wir bewegen solche Regale möglichst als Ganzes, gesichert und liegend, statt jeden Kasten einzeln umzupacken. Was einzeln muss, wird nach Regalfach beschriftet, damit die Ordnung am neuen Ort nach einer Stunde wiederhergestellt ist. Ein Foto der Regalfront vor dem Abbau hilft dabei mehr als jede Liste.
Maschinen nehmen wir nur mit, wenn sie von Hand oder mit Hubwagen bewegt werden können und der Untergrund das trägt. Was verankert ist, an Druckluft oder Starkstrom hängt oder auf Fundament steht, gehört in die Hand einer Fachfirma; wir sagen das vorher und nicht am Umzugstag. Bei Ladeneinrichtungen kommt die Frage nach der Reihenfolge dazu, weil Regale vor der Ware stehen müssen. Wir stellen deshalb erst die Einrichtung, dann kommt der Bestand hinein.
Wie wir die Reihenfolge festlegen
Grundlage ist eine Liste der Arbeitsplätze, nicht der Räume. Jeder Arbeitsplatz bekommt eine Nummer, jedes Möbelstück, jeder Behälter und jedes Gerät trägt dieselbe Nummer, und am Zielort hängt an jeder Tür ein Zettel mit den Nummern, die dort hineingehören. Das kostet eine halbe Stunde Vorbereitung und spart am Zielort die Rückfragen, die sonst jeden einzelnen Träger aufhalten. Die Nummern bleiben bis zum Ende des Aufbaus an Ort und Stelle.
Danach wird rückwärts gearbeitet. Der Arbeitsplatz, der am neuen Ort zuerst laufen muss, wird am alten Ort zuletzt abgebaut, damit er als Erster wieder steht. Archiv, Lager und alles, was ein paar Tage warten kann, geht in die erste Fuhre und darf am Zielort auch am Folgetag ausgepackt werden. Diese Aufteilung ist der Unterschied zwischen einem geplanten und einem improvisierten Firmenumzug. Sie kostet nichts außer Vorbereitung.
- Aufmaß in beiden Objekten, Liste der Arbeitsplätze wird angelegt
- Festlegen, welcher Platz am neuen Ort zuerst laufen muss
- Nummern vergeben, Türschilder für den Zielort vorbereiten
- Abbau in umgekehrter Reihenfolge, kritischer Platz zuletzt
- Aufbau des kritischen Platzes zuerst, Rest folgt in der zweiten Fuhre
Zugang, Schlüssel und die Abrechnung
Gewerbeobjekte haben ihre eigenen Hürden: ein Hof, den ein anderer Mieter mitnutzt, eine Rampe mit fester Höhe, eine Zufahrt, die nur von einer Seite befahrbar ist. Wir sehen uns beides vor dem Termin an, das alte und das neue Objekt, und klären, wer aufschließt und wer nach getaner Arbeit abschließt. Wenn Zugang nur in Begleitung möglich ist, planen wir die Zeit dafür ein. Auch die Frage, wer im Gebäude den Aufzug bedienen darf, gehört vorher geklärt.
Abgerechnet wird beim Firmenumzug meistens nach Zeit, weil sich die Menge selten in Zimmerzahlen fassen lässt. Die Sätze für Träger, Monteure, Transporter und Möbelkoffer stehen auf der Seite /preise. Kommt ein Zuschlag hinzu, ist er im Angebot beziffert, bevor Sie zusagen. Fällt am Umzugstag etwas Ungeplantes an, halten wir vorher Rücksprache. Für Ziele im Landkreis Oberhavel und in den angrenzenden Gemeinden des Barnim stellen wir keine getrennte Anfahrt in Rechnung. Liegt ein Ziel weiter draußen, steht der Anfahrtsbetrag vorab im Angebot.
Betriebsart, kritischer Punkt und was wir daraus machen
| Betriebsart | Kritischer Punkt | Unser Vorgehen |
|---|---|---|
| Büro mit Kundenverkehr | Telefon und Rechner müssen laufen | Erst diese Plätze aufstellen, Archiv zuletzt |
| Praxisräume | Unterlagen unter Verschluss | Verschlossene Behälter, Übergabe gegen Liste |
| Werkstatt | Kleinteillager verliert seine Ordnung | Regale als Ganzes bewegen, nach Fach beschriften |
| Ladenlokal | Ware braucht die Regale zuerst | Einrichtung vor Ware, Kasse zuletzt |
| Lager und Archiv | Menge größer als geschätzt | Aufmaß nach Regalmetern statt nach Fläche |
| Welche Zeile auf Ihren Betrieb passt, entscheidet sich beim Aufmaß in beiden Objekten. Der Ablauf steht danach im Angebot. | ||