Wenn eine Wohnung nach einem Todesfall geräumt werden muss
Die meisten Anrufe zu diesem Thema kommen in einer Lage, in der niemand Lust auf Logistik hat. Ein Elternteil ist gestorben oder zieht in eine Pflegeeinrichtung, die Wohnung muss zu einem Stichtag zurück, und die Angehörigen leben in Berlin, Hamburg oder weiter weg. Wir richten den Ablauf danach aus: wenige Termine, klare Absprachen, und keine Entscheidung über Ihren Kopf hinweg. Wer aus der Ferne beauftragt, bekommt vor jedem Schritt eine Nachricht.
Praktisch heißt das: ein Termin vor Ort für das Aufmaß, ein Termin für die Räumung, ein Termin für die Übergabe. Wenn Sie an keinem davon dabei sein können, verabreden wir eine Ansprechperson mit Schlüssel und dokumentieren jeden Schritt mit Bildern. Fundstücke, die persönlich sind, also Dokumente, Fotoalben und Schmuck, kommen in eine Kiste und werden nicht entsorgt, bis Sie sie gesehen haben. Diese Kiste geht am Ende an Sie.
Behalten, verkaufen, entsorgen
Vor der ersten Kiste steht die Sortierung. Was soll in der Familie bleiben, was lässt sich noch verkaufen oder verschenken, was geht in die Entsorgung? Diese drei Gruppen bestimmen die Menge und damit den Preis, und sie lassen sich nur einmal sauber festlegen, nämlich vorher. Wir gehen dafür beim Aufmaß Raum für Raum durch und kleben farbige Punkte, damit am Räumtag niemand nachfragen muss. Was keinen Punkt trägt, bleibt stehen.
Bei der mittleren Gruppe sind wir zurückhaltend. Wir kaufen nichts an und rechnen keinen Wert gegen unsere Leistung auf, weil das die Rechnung undurchsichtig macht. Was verkauft werden soll, stellen wir zur Seite, damit Sie es selbst anbieten oder einen Händler kommen lassen können. Erst wenn diese Stücke aus der Wohnung sind, beginnt die Räumung des Rests. So bleibt am Ende eine Rechnung, die sich prüfen lässt.
- Grüner Punkt: bleibt in der Familie und wird transportiert
- Gelber Punkt: wird verkauft oder verschenkt, wir rühren es nicht an
- Roter Punkt: geht in die Entsorgung
- Ohne Punkt: bleibt stehen, bis geklärt ist, wohin es gehört
- Dokumente und Fotos kommen grundsätzlich in die Kiste für Angehörige
Fristen mit dem Vermieter und die Übergabe
Der Räumtermin hängt fast immer an einer Frist, die zwischen Ihnen und dem Vermieter oder der Hausverwaltung vereinbart ist. Wir setzen keine eigenen Fristen und nennen auch keine allgemeingültigen, weil sie sich von Vertrag zu Vertrag unterscheiden. Sagen Sie uns den Tag, bis zu dem die Wohnung leer sein muss, dann planen wir rückwärts und lassen Luft für Nacharbeiten. Zwei Tage Puffer haben sich dabei bewährt.
Besenrein heißt: Böden gekehrt, Schränke und Einbauten heraus, Nägel und Dübel aus den Wänden, wenn das vereinbart ist, und keine Reste im Keller oder auf dem Dachboden. Was darüber hinausgeht, etwa Streichen oder das Ausbessern von Bohrlöchern, ist Malerarbeit und gehört nicht zu unserem Auftrag. Wir sagen vorher, wo die Grenze liegt, damit bei der Übergabe niemand überrascht wird. Auf Wunsch sind wir bei dem Termin dabei.
- Sie nennen uns den Tag, an dem die Wohnung übergeben wird
- Beim Aufmaß werden Räume, Keller und Nebengebäude erfasst und markiert
- Verkaufsstücke gehen zuerst aus der Wohnung
- Am Räumtag wird ausgeräumt, sortiert abgefahren und gekehrt
- Vor der Übergabe gehen wir gemeinsam durch und halten den Zustand mit Bildern fest
Wenn die Angehörigen weit weg wohnen
Ein Teil unserer Aufträge wird aus der Ferne vergeben. Der Sohn wohnt in Süddeutschland, die Tochter im Ausland, und beide können nicht für jeden Schritt anreisen. Dafür braucht es weniger Vertrauen als Ordnung: eine schriftliche Auftragsbestätigung mit der Liste der Räume, eine Ansprechperson auf beiden Seiten, Bilder vor der Räumung, Bilder danach. Fragen laufen über /anfrage oder telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr.
Der zweite Punkt betrifft die Schlüssel. Wer aus der Ferne beauftragt, gibt sie meist an Nachbarn, an die Hausverwaltung oder an eine Vertrauensperson im Ort. Wir holen den Schlüssel dort ab, quittieren die Übernahme und geben ihn nach der Räumung an derselben Stelle zurück, wieder mit Quittung. Ohne diese zwei Zettel fangen wir nicht an, weil sonst am Ende niemand belegen kann, wer wann in der Wohnung war.
Was eine Auflösung kostet
Der Preis entsteht aus drei Größen: der Menge in Kubikmetern, dem Trageweg und der Zusammensetzung dessen, was entsorgt wird. Das Leerräumen mit Abrechnung nach Kubikmeter beginnt ab 39 €; wo die Menge klein ist, rechnen wir stattdessen nach Zeit ab 15 € je Stunde. Sollen einzelne Möbel zu einer anderen Adresse gebracht werden, steht dafür eine eigene Zeile im Angebot. Die Annahmegebühr des Entsorgers kommt getrennt dazu.
Was im Angebot steht, entsteht nach dem Aufmaß und nicht am Telefon. Eine Schätzung über Fotos hilft bei der Entscheidung, ob es überhaupt weitergeht, sie ersetzt aber die Besichtigung nicht, weil Dachboden und Keller auf Bildern regelmäßig kleiner wirken. Nach der Besichtigung liegt ein Betrag vor, der bis zur Rechnung gilt, solange sich der Auftrag nicht ändert. Die Besichtigung selbst berechnen wir nicht, auch wenn daraus kein Auftrag wird.
Kommt ein Zuschlag hinzu, ist er im Angebot beziffert, bevor Sie zusagen. Fällt am Umzugstag etwas Ungeplantes an, halten wir vorher Rücksprache.
Was zur Auflösung gehört und was getrennt läuft
| Bereich | Im Auftrag enthalten | Getrennt zu beauftragen |
|---|---|---|
| Wohnräume | Möbel, Hausrat, Teppiche, Gardinen | Verkauf einzelner Stücke |
| Küche | Zeile lösen, Geräte ausbauen und abfahren | Abklemmen von Gas, Wasser und Strom |
| Keller und Dachboden | Ausräumen, sortieren, kehren | Sonderabfall über einen Fachentsorger |
| Nebengebäude auf dem Hof | Schuppen, Garage und Stall nach Aufmaß | Rückbau fester Einbauten |
| Übergabe | Besenrein, Bilder vom Zustand | Malerarbeiten und Bohrlöcher |
| In allen Beträgen steckt die Mehrwertsteuer. Was nach dem Aufmaß im Angebot steht, gilt bis zur Rechnung. Welche Zeilen für Ihre Wohnung gelten, wird beim Aufmaß festgelegt und im Angebot einzeln aufgeführt. | ||